Schlafender Riese in der Eifel: Der Laacher See

Der Laacher See nahe Mendig in der Vordereifel – ein Kleinod inmitten von Hügeln und Wäldern. Gut zwei Kilometer breit und drei Kilometer lang ruht er in einem alten Vulkankegel, an ihm lässt sich die geologische Geschichte der Vergangenheit anschaulich erzählen.

Der Laacher  See in der Abenddämmerung
Der Laacher See in der Abenddämmerung

Doch von seiner bewegten Vergangenheit lässt der See erst einmal nichts erahnen, wenn man sich ihm nähert. Sanft schlagen die Wellen ans Ufer, das Schilf wiegt sich im Wind, Wanderer und Spaziergänger umrunden den See. Das Benediktinerkloster Maria Laach ragt neben dem See  versetzt in die Höhe, 1093 gründete der Pfalzgraf Heinrich der Zweite von Laach („laach“ kommt von lateinisch „lacus“: Der See) das Kloster. Im 19. Jahrhundert fiel die Abtei der Säkularisierung zum Opfer und wurde zum Gutshof, 1855 kamen die Mönche zurück. Heute leben noch gut 50 von ihnen am See und füllen eine der 60 benediktinischen Abteien Deutschlands mit Leben.

Der See ist ist in einem Vulkankegel (Maar-Caldera-Vulkan) entstanden, dessen Magmakammer einstürzte: Der entstandene Hohlraum füllte sich im Laufe der Jahre mit Grundwasser. Vor circa 11.000 bis 13.000 Jahren brach der Vulkan das letzte Mal aus. Noch heute steigen immer wieder Kohlenstoffdioxid-Blasen auf. Einige Wissenschaftler schließen darauf, dass der Vulkan noch nicht komplett erloschen ist. Andere sehen in diesen so genannten „Mofetten“ den Beleg, dass der Vulkan seinen letzten Atem aushaucht. Regelmäßig finden Messungen statt: Von einer akuten Bedrohung kann keine Rede sein: Der Laacher-See-Vulkan befindet sich im Dornröschenschlaf. Ob er überhaupt jemals noch einmal ausbrechen wird oder aber für immer ruht, kann niemand mit Gewissheit sagen.

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